| Update vom 02.04.2026
Wir verfolgen die aktuellen Entwicklungen auf den internationalen Rohstoff-, Energie- und Logistikmärkten sehr aufmerksam. Gerade die Lage im Nahen Osten zeigt, wie schnell sich geopolitische Spannungen auf Verfügbarkeiten, Transportkosten und Lieferzeiten auswirken können. Umso wichtiger ist es für uns, Veränderungen frühzeitig einzuordnen und mögliche Auswirkungen auf die Lieferkette transparent zu machen. Vor diesem Hintergrund möchten wir einen kurzen Überblick über die aktuelle Marktlage geben.
Lage im Nahen Osten bleibt angespannt Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten wirken sich weiterhin auf die internationalen Rohstoff-, Energie- und Transportmärkte aus. Vor allem die Lage rund um die Strasse von Hormus bleibt ein bedeutender Belastungsfaktor für globale Lieferketten. In der Folge steigen Energie-, Rohstoff- und Transportkosten, während sich Lieferketten in Teilen neu ausrichten müssen.
Strasse von Hormus
Steigende Energiepreise belasten Beschaffung und Produktion Besonders relevant ist derzeit die angespannte Situation auf den Energiemärkten. Laut den aktuellen Informationen aus dem Anhang haben sich die Ölpreise im Nahen Osten zuletzt deutlich erhöht. Einzelne Rohölsorten aus den Emiraten lagen bei rund 160 USD pro Barrel, was die anhaltende Knappheit und die Unsicherheit in der Versorgung unterstreicht. Diese Entwicklung wirkt sich nicht nur regional aus, sondern strahlt zunehmend auf internationale Märkte und damit auch auf Produktions- und Beschaffungskosten aus.
Seefracht unter Druck durch Umleitungen und Zuschläge Auch in der Seefracht bleiben die Auswirkungen spürbar. Die Passage durch die Strasse von Hormus ist weiterhin stark eingeschränkt, und es verkehren dort aktuell nur wenige Schiffe. Gleichzeitig führen Umleitungen, zusätzliche Sicherheitsrisiken und steigende Treibstoffkosten zu einer höheren Belastung der internationalen Transportketten. Hinzu kommen neue Zuschläge im Seeverkehr, die sich nicht nur auf die direkt betroffene Region beschränken, sondern auch auf andere Handelsrouten auswirken können.
Alternative Routen / UAE Land Bridges
Hafenüberlastungen verschärfen die Liefersituation Zusätzlich nimmt die Überlastung in wichtigen Häfen weiter zu. Im Marktupdate wird von rund 3,05 Mio. TEU berichtet, die weltweit durch Hafenstaus gebunden sind. Besonders in Europa, Asien und im Mittelmeerraum zeigt sich, dass alternative Routen und Ausweichhäfen zunehmend unter Druck geraten. Das erschwert die Planbarkeit und kann zu weiteren Verzögerungen entlang der Lieferkette führen.
Global Port Congestion
Mögliche Auswirkungen für Verfügbarkeit und Lieferzeiten Vor diesem Hintergrund rechnen wir aktuell insbesondere mit folgenden möglichen Auswirkungen:
Wir beobachten die Entwicklung laufend Wir stehen weiterhin in engem Austausch mit unseren Lieferanten und Partnern und beobachten die Entwicklung aufmerksam. Unser Ziel bleibt, die Auswirkungen auf Preise, Verfügbarkeit und Lieferzeiten für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten. Gleichzeitig behalten wir uns vor, bei kurzfristigen Marktveränderungen entsprechend reagieren zu müssen, um die Versorgungssicherheit bestmöglich zu gewährleisten.
Update vom 16.03.2026 Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten wirken sich zunehmend auf die internationalen Rohstoff-, Energie- und Transportmärkte aus. In der Folge steigen Preise, und Lieferzeiten verlängern sich teilweise. Unsere Lieferanten im Bereich kunststoffbasierter Produkte informieren bereits über kurzfristige Preisanpassungen sowie eine eingeschränkte Verfügbarkeit. Auch im Papiersegment führen die stark gestiegenen Energiepreise zu höheren Produktionskosten. Zusätzlich erschwert die Blockade der Strasse von Hormus derzeit die Rohstoffbeschaffung für internationale Produzenten. Davon sind auch europäische Hersteller betroffen, da viele der importierten Rohstoffe in der industriellen Weiterverarbeitung eingesetzt werden. Besonders stark betroffen sind jedoch chinesische Unternehmen, die einen erheblichen Teil ihres Bedarfs aus dem Iran beziehen. Vor diesem Hintergrund rechnen wir aktuell mit folgenden möglichen Auswirkungen:
Wir stehen in engem Austausch mit unseren Lieferanten und verfolgen die Entwicklungen aufmerksam, um die Warenverfügbarkeit möglichst stabil zu halten und unsere Lieferketten bestmöglich abzusichern. Unser Ziel ist es, die Auswirkungen auf Preise und Lieferzeiten für Sie so gering wie möglich zu halten. Gleichzeitig behalten wir uns vor, bei kurzfristigen Marktveränderungen entsprechend reagieren zu müssen, um die Versorgungssicherheit sicherzustellen. Anbei finden Sie die aktuelle Reaktion des Ölpreises auf den Krieg.
Quelle: Exportindustrie unter Druck: Schweizer Wirtschaft in der Krise | Handelszeitung
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