Nachhaltigkeit wird heute oft zuerst mit Materialien, Verpackung oder CO₂ verbunden. Gleichzeitig rückt ein weiterer Bereich immer stärker in den Mittelpunkt: die Lieferkette. Regulatoren, Kunden und Investoren erwarten von Unternehmen zunehmend, dass sie soziale und ethische Risiken in ihren Beschaffungs- und Lieferstrukturen aktiv erkennen, bewerten und bearbeiten. Der Bunzl Sustainability Report 2025 zeigt deutlich, dass Responsible Sourcing nicht nur ein Governance-Thema ist, sondern ein zentraler Baustein für Vertrauen, Reputation und langfristige Kundenbeziehungen.
Viele Kundinnen und Kunden agieren in Bereichen mit hoher öffentlicher und regulatorischer Aufmerksamkeit. Dazu gehören unter anderem Retail, Foodservice, Grocery und Facility Management. In solchen Märkten können ethische Probleme in der Lieferkette direkte Auswirkungen auf die Marke, das Vertrauen und die Geschäftsbeziehungen haben. Genau deshalb wird die Fähigkeit, soziale Risiken in der Lieferkette aktiv zu managen, zu einem echten Differenzierungsfaktor. Der Report beschreibt, dass Kunden hier zunehmend zusätzliche Sicherheit und konkrete Nachweise erwarten.
Responsible Sourcing ist nur dann glaubwürdig, wenn es strukturiert und langfristig verankert ist. Bunzl beschreibt im Report einen risikobasierten Ansatz, bei dem Lieferanten bewertet, Audits durchgeführt und bei Bedarf Verbesserungsmassnahmen eingefordert werden. Über das vergangene Jahrzehnt wurden mehr als 7’000 Lieferantenbewertungen durchgeführt. Seit 2021 wurden 5’311 Assessments abgeschlossen, 437 Lieferanten durchliefen Remediation-Massnahmen und die Corrective-Action-Rate lag bei 89 %. 2025 wurden 1’430 Lieferanten bewertet; 98 davon benötigten Nachbesserungen, 4 Lieferanten wurden beendet, weil Fortschritte ausblieben. Gleichzeitig waren 93 % des Einkaufsvolumens in Hochrisikoregionen mit bewerteten und konformen Lieferanten abgedeckt.
Besonders relevant ist, dass Responsible Sourcing im Report nicht nur als internes Pflichtprogramm dargestellt wird. Vielmehr zeigt Bunzl anhand konkreter Kundenbeispiele, dass Transparenz in diesem Bereich direkt Vertrauen aufbaut. So wurden Kunden detaillierte Einblicke in Auditprogramme, Standards, Risikobewertungen und Remediation-Prozesse gegeben. Das stärkte die Sicherheit in der Zusammenarbeit und unterstützte Kunden dabei, ihre eigenen ESG-Ziele glaubwürdig zu verfolgen.
Für Weita heisst das: Nachhaltigkeit endet nicht beim Produkt. Auch die Lieferkette gehört heute zu einer verantwortungsvollen Beschaffung dazu. Als Teil von Bunzl profitieren wir von einer breiten internationalen Erfahrung in diesem Bereich. Für unsere Kundinnen und Kunden bedeutet das mehr Orientierung, mehr Transparenz und mehr Sicherheit in einem Umfeld, in dem Nachweise und Glaubwürdigkeit an Bedeutung gewinnen.